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Hantavirus und Varianten

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Neu auftretende Orthohantaviren

Während die Welt die COVID-19-Pandemie hinter sich lässt, richtet sich der Fokus der Forschung zunehmend auf zukünftige Bedrohungen durch neu auftretende Krankheitserreger. Ziel ist es, leistungsfähige Werkzeuge für die schnelle Identifizierung im Falle eines Ausbruchs zu entwickeln und gleichzeitig ein tieferes wissenschaftliches Verständnis aufzubauen, um die Auswirkungen künftiger Pandemien möglichst gering zu halten.

Besondere Aufmerksamkeit gilt derzeit der stillen Verbreitung zoonotischer Erreger. Der jüngste Ausbruch des Andes-Virus im Jahr 2026 hat das Risiko respiratorischer Spillover-Ereignisse erneut verdeutlicht. Deshalb bieten wir ein umfassendes Portfolio hochpräziser Lösungen für den schnellen Nachweis und die präzise Charakterisierung von Orthohantaviren.

HPS vs. HFRS: Warum Forschung jetzt wichtiger denn je ist

Hantaviren verursachen hauptsächlich zwei klinische Krankheitsbilder:

1. Hantavirus-induziertes pulmonales Syndrom (HPS):
Vor allem in Nord- und Südamerika verbreitet (z. B. Andes- oder Sin-Nombre-Virus) und mit einer hohen Sterblichkeitsrate verbunden.

2. Hämorrhagisches Fieber mit renalem Syndrom (HFRS):
Häufig in Europa und Asien auftretend (z. B. Puumala- oder Hantaan-Virus) und typischerweise mit schweren Nierenkomplikationen assoziiert.

Da sich die frühen Symptome von HPS – darunter Fieber, Muskelschmerzen und Atembeschwerden – stark mit denen von COVID-19 überschneiden, sind hochwertige diagnostische Reagenzien für Gesundheits- und Forschungslabore von entscheidender Bedeutung, um Fehldiagnosen frühzeitig zu vermeiden.

Struktur von Hantaviren und relevante Forschungsziele

Hantaviren sind einzelsträngige RNA-Viren mit negativem Sinnstrang und einem dreigeteilten Genom. Wie bei vielen RNA-Viren zählt die PCR zu den schnellsten und zuverlässigsten Nachweismethoden.

Die Virushülle ist stark glykosyliert und spielt eine entscheidende Rolle bei der Infektion von Wirtszellen. Dadurch stellt sie einen wichtigen Forschungsansatz für die Entwicklung antiviraler Therapien und neuer Impfstoffe dar.

Für genomische Untersuchungen ist RNA jedoch oft anspruchsvoll zu analysieren. Viele herkömmliche Enzyme benötigen hohe Temperaturen und neigen aufgrund der komplexen Tertiärstruktur von RNA dazu, Sequenzabschnitte zu überspringen. Die UltraMarathon-Kits von RNA Connect ermöglichen ein schonendes Entfalten der RNA bei niedrigen Temperaturen und liefern dadurch längere, konsistentere Transkripte bei gleichzeitig geringerer hitzebedingter Proben-Degradation.

Für gezielte NGS-Anwendungen im Bereich der genetischen Epidemiologie von Hantaviren bietet Daicel Arbor Biosciences die myBaits-Kitreihe an. Diese Kits lassen sich individuell an experimentelle Anforderungen anpassen. Die speziell entwickelten „Baits“ können auf das gewünschte virale Genom abgestimmt werden, um virale NGS-Daten gezielt anzureichern. Gleichzeitig ist ein Abgleich mit Referenzgenomen möglich, um störende Sequenzen auszuschließen, die Datenqualität zu verbessern und Sequenzierungskosten zu reduzieren.

Kontaktieren Sie unser Team für kundenspezifische Services, um Ihre individuellen Anforderungen zu besprechen.

Die Nukleokapsid- und Glykoproteine zählen zu den wichtigsten Zielstrukturen in der Hantavirus-Forschung. Sie ermöglichen nicht nur den zuverlässigen Nachweis des Virus, sondern stellen auch bedeutende therapeutische Angriffspunkte dar, da sie an der viralen Adhäsion und dem Eintritt in Wirtszellen beteiligt sind. Bereits geringfügige Unterschiede in diesen Proteinen können die gezielte Identifizierung spezifischer Virusstämme ermöglichen.

Die Oberfläche von Hantaviren ist stark glykosyliert. Bestimmte Lektine können die Infektion fördern – beispielsweise DBA und SBA – während andere, wie Griffithsin, hemmende Effekte auf die Virusinfektion zeigen. Lektine lassen sich in zahlreichen Forschungs- und Analyseverfahren einsetzen, wie im „Lectins Applications and Resource Guide“ beschrieben.

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